DOC-team, gefördert von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Projektlaufzeit: 1. Oktober 2016 - 30. September 2019 bzw. 31. März 2020

abstract

Von der Beobachtung ausgehend, dass sich Menschen zunehmend nicht nur physisch, sondern auch imaginär bzw. virtuell bewegen, fragt unser Projekt nach subjektformativen Modi in mediatisierten Kontexten (erzählende Literatur, Fernsehen, Internet). Das Augenmerk auf Mobilität, verstanden als kulturell und historisch spezifische Beweglichkeit, stellt Zusammenhänge zwischen Elementen (Texte, Bilder, Filme, Objekte, Menschen) her, die lokal wie global zirkulieren und damit Handlungs-, Sicht- und Denkweisen hervorbringen. Dass dabei hegemoniale Wissensordnungen und institutionalisierte Machtstrukturen maßgebliches Interesse an der Regulierung und Disziplinierung von Mobilität, v.a. menschlicher, haben, darf nicht über das gleichzeitig subversive Potential dieser (physischen/imaginären/virtuellen) Beweglichkeiten hinwegtäuschen. Damit stellen wir die Frage nach den vorherrschenden Artikulationen, die Mobilität in spezifischen mediatisierten Kontexten mit einer bestimmten Subjektform verknüpfen: Wie und unter welchen Umständen arbeitet erzählende Literatur an Vorstellungen von mobilen Künstler_innen, Händler_innen und Tourist_innen mit? Was bieten Streamingdienste heutigen Konsument_innen, wenn sie von maximaler Wahl- und Gestaltungsfreiheit der eigenen Freizeit sprechen? Welche Protest- und Umdeutungsmöglichkeiten bieten Userkommentare und Social-Media-Plattformen für Akteur_innen aus dem Globalen Süden?

Um einen Überblick über die gemeinsamen Aktivitäten zu bieten, die wir im Rahmen dieses DOC-team Projektes durchführen, dokumentieren wir hier unsere "Work in Progress".